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Die Siemens ES64U2 (ÖBB Baureihe 1016 und 1116) ist eine Elektrolokomotive der EuroSprinter-
Datei:ÖBB1016.jpg
Familie des Herstellers Siemens Transportation Systems. Die Loks sind bei der ÖBB als Reihen 1016 und 1116 und unter der geschützten Bezeichnung TAURUS geführt.


GeschichteBearbeiten

Der ÖBB-Geschäftsbereich setzte im Juni 1996 eine Projektgruppe ein, die die Konzeption neuer elektrischer Triebfahrzeuge zur Aufgabe hatte, um den Fuhrpark der ÖBB nachhaltig erneuern und verjüngen zu können. Im Dezember 1996 lagen die Ausschreibungsunterlagen aus, wobei zu diesem Zeitpunkt noch unklar war, in welcher Stückzahl neue Lokomotiven beschafft werden sollen. Die Angebote seitens der Industrie lagen bis Februar 1997 vor. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch festgelegt, dass der Auftrag in Ein- und Zweisystemlokomotiven zweigeteilt wird. Beworben hatten sich sechs Hersteller bzw. Herstellerkonsortien. Dies waren:

  • Adtranz
  • Siemens
  • Ansaldo
  • Konsortium aus GEC Alstom und ELIN
  • Konsortium aus Siemens und Adtranz (ehemalige Arbeitsgemeinschaft 1012, damals noch mit ELIN, welche jedoch kurz vor der Ausschreibung des Taurus abgesprungen war)
  • Konsortium aus SLM und Adtranz
    EC 100 1116

    EC 101 mit der 1116 Lok

Nach mehreren Diskussions- und Verhandlungsrunden waren die Angebote der Firmen SLM, Ansaldo und die der Arbeitsgemeinschaft 1012 aus preislichen Gründen ausgeschieden. So bewegte sich beispielsweise das Angebot der SLM in einem preislichen Rahmen von damals 60 Millionen Schilling (entspricht 4,38 Millionen Euro).

Die Angebote der verbleibenden Hersteller wurden nach einen Punktsystem bewertet, wobei nach diesen ersten Verhandlungen GEC-Alstom bei den Zweisystemfahrzeugen und Adtranz bei den Einsystemfahrzeugen vorne lag. Beide Anbieter lagen zu diesem Zeitpunkt noch vor Siemens. Im Juli 1997 wurden diese drei Anbieter zum Entscheidungsgremium der ÖBB eingeladen, um die endgültigen Angebote abzugeben. Die Vergabe des Auftrags erfolgte schließlich an Siemens, da deren Angebot 0,8 % günstiger war, als das der Firma Adtranz. Alstom lag weit hinter den beiden anderen Angeboten zurück. Die ÖBB bestellten somit bei Siemens 50 Einsystem- und 25 Zweisystemlokomotiven, verknüpft mit einer Option auf weitere 325 Zweisystemfahrzeuge. Der Preis pro Lokomotive betrug 2,63 Millionen Euro, der gesamte Auftrag hatte somit ein Volumen von 197 Millionen Euro, entspicht 2,7 Milliarden Schilling.

Die ES 64 U2 wurde ursprünglich als Universallok für die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) entwickelt und dort als Baureihen 1016 (reine 15-kV-Version) und 1116 (2-System-Version mit 15 kV und 25 kV für internationalen Verkehr nach Ungarn) geführt. Sie ist die zweite Generation der EuroSprinter-Familie und basiert auf den Lokomotiven der Baureihe 152 und die Baureihe 120 der Deutsche Bahn AG. Die Zweisystembauart für 15 kV- und 25 kV-Bahnstromsysteme ist traktions- und sicherungstechnisch für Deutschland, Österreich und Ungarn ausgerüstet und zugelassen. Durch die vorhandene Technik ist sie ebenso für die Wechselstromstrecken in Tschechien und der Slowakei geeignet. Die Zulassung für den Einsatz in der Schweiz erfolgte im Mai 2002. Die Serie ES 64 U2 ist wendezugfähig ausgeführt. Ausgerüstet sind die Maschinen ab Werk mit zwei Einholm-Stromabnehmern. Angetrieben wird die Lok über einen speziell für diese Lokomotive entwickelten Hohlwellen-Antrieb mit Bremswelle - HAB.


EinsatzBearbeiten

ÖBB1116

ÖBB 1116 im railjet Design

Die Loks der ÖBB-Baureihe 1116 von verschiedenen DB-Gesellschaften für den Einsatz für Intercity-, Autoreise- und Güterzügen angemietet. In Österreich wurden 282 Stück der Mehrsystemlok 1116 und 50 Stück der 1016 bestellt.


FahrzeugBearbeiten

Nummerierung:

ÖBB 1016 001–050, ÖBB 1116 001–282

Anzahl: ÖBB: 332
Hersteller: ÖBB TS Werk Linz
Baujahr(e): 2000–2008
Achsformel: Bo'Bo'
Länge über Puffer: 19.280 mm
Dienstmasse: 86 t
Radsatzfahrmasse: 21,25 t
Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
Stundenleistung: 7.000 kW
Dauerleistung: 6.400 kW
Anfahrzugkraft: 300 kN
Leistungskennziffer: 82,4 kW/t
Stromsystem: 15 kV/16,7 Hz /15 kV/16,7 Hz; 25 kV/50 Hz
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Antrieb: Kardan-Hohlwellen-Antrieb
Zugsicherung: PZB, LZB


Siehe auchBearbeiten

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