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Die BBÖ 2041/s und ÖBB 2091 war eine dieselelektrische Schmalspur-Diesellokomotivreihe der BBÖ.

GeschichteBearbeiten

Diese Baureihe war eine leistungsfähigere Weiterentwicklung der 1934 gebauten BBÖ-Baureihe 2040/s.

Die ersten sieben Lokomotiven wurden 1936/37 von der Simmeringer Maschinen- und Waggonbaufabrik (mechanischer Teil) und Siemens-Schuckert (elektrischer Teil) geliefert. 1938 folgten weitere fünf Stück, die bereits von der Deutschen Reichsbahn bestellt wurden. Letztere unterschieden sich in Details von den erstgelieferten (vgl. Tabelle). Die DRB ordnete die zwölf Fahrzeuge als Triebwagen 137 332–137 343 ein. Während des Zweiten Weltkrieges baute die DRB sieben Loks auf Gasantrieb um; die anderen wurden abgestellt. Nach 1945 wurden die Fahrzeuge rückgebaut bzw. reaktiviert.

Die Loks kamen mit Ausnahme der Steyrtalbahn auf allen ÖBB-Schmalspurstrecken mit 760 mm Spurweite zum Einsatz.

Die ÖBB gab ihnen ab 1953 die Bezeichnung 2091.01–12.


UmbautenBearbeiten

Außer den schon erwähnten Umbauten erfolgten auch diverse Modernisierungen. So wurden ab 1963 die Dampfkessel für die Zugheizung ausgebaut, da die Waggons bereits mit Webasto-Heizungen ausgestattet waren. Für die Kühlwasservorwärmung wurden im Gegenzug Webasto-Geräte auch in die Lokomotiven selbst eingebaut.

In den 1970er-Jahren mussten wegen neuer Schallschutzbestimmungen Schallisolierungen in die Loks eingebaut werden, da Messungen in den Führerhäusern Überschreitungen der Grenzwerte ergeben hatten. 1979/80 wurde bei der 2091.09 neben der Schallisolierung auch der Gepäckraum durch einen niedrigeren Vorbau ersetzt, in dem diverse Apparate und Geräte Platz fanden. 1992 wurde auch 2091.11 nach diesem Muster umgebaut. Dieser Absatz stammt aus dem Artikel ÖBB 2091 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.

FarbgebungBearbeiten

Ursprünglich hatten die Fahrzeuge tannengrüne Farbe, in der auch Personenwaggons angestrichen wurden. Ende der 1960er-Jahre bekamen sie einen Anstrich in blutorange und elfenbein, später folgte die alleinige Farbgebung in blutorange. Die 2091.02 schließlich erhielt als einzige einen Anstrich im so genannten „Valousek-Design“ (benannt nach dem Schöpfer dieses Farbschemas bei den ÖBB) mit beiger Bauchbinde und grauer „Brille“ um die Führerstandsfenster. Dieser Absatz stammt aus dem Artikel ÖBB 2091 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.

VerbleibBearbeiten

1973 wurde die 2091.06 nach einem Motorbrand ausgemustert. Ab 1988 wurden einige Lokomotiven verkauft. 1992 wurde die 2091.05 nach einem Unfall ausgeschieden. Die letzten vier Maschinen (2091.02, 07, 09 und 11) kamen 1998 zur „ÖBB Erlebnisbahn“, die sie jedoch teilweise weiterverkaufte. Von den zehn erhaltenen Fahrzeugen sind (Stand Anfang 2007) vier fahrbereit.

Die 2091.01 wurde nach Entnahme von Ersatzteilen von der Österreichischen Gesellschaft für Lokalbahnen äußerlich in den grünen Ursprungszustand rückversetzt und am Bahnhof Lunz am See als Denkmal aufgestellt.

Die 2091.02 ist in Privatbesitz und erhält eine Hauptuntersuchung samt Versetzung in den Ursprungszustand (ohne Dampfheizung). Sie soll anschließend auf den Waldviertler Schmalspurbahnen eingesetzt werden.

Die 2091.03 ist im Besitz des Club 760 auf der Taurachbahn und hat den Blutorange-Elfenbein-Anstrich erhalten. Die 2091.04 (Ersatzteilspender) und 08 (betriebsfähig) sind bei der Bregenzerwaldbahn zu finden.

Die 2091.07 ist im Besitz der ÖBB Erlebnisbahn und als Leihgabe beim Waldviertler Schmalspurbahnverein in Heidenreichstein im Einsatz.

Die 2091.09 ist ebenfalls im Besitz der ÖBB Erlebnisbahn. Sie wurde 2005 beim Waldviertler Schmalspurbahnverein neu lackiert und war danach für eine Saison zwischen Heidenreichstein und Alt Nagelberg im Einsatz, 2006 wurde sie auf die Ybbstalbahn überstellt um die Dieselzüge der Ybbsthalbahn-Bergstrecke zu ziehen.

2091.10 (jetzige 199 030-8) wurde an die Döllnitzbahn, 2091.12 (jetzige 199 031) an das Öchsle verkauft, von wo sie ebenfalls zur Döllnitzbahn kam. Die beiden Loks erhielten einen farbenfrohen Anstrich. Sie wurden nach einem Unfall bzw. nach Fristablauf abgestellt. Ende 2007 wurde die 2091.12 nach Ostritz überstellt und erhielt dort neben der Hauptausbesserung eine an das DR Farbschema angepasste Lackierung. Seit Juli 2008 steht sie wieder im Einsatz.

Die 2091.11 ist im Besitz des Club Mh.6 und im Heizhaus Obergrafendorf an der Mariazellerbahn zu Hause.


FahrzeugBearbeiten

Nummerierung: BBÖ: 2041/s.01–07

ÖBB: 2091.01–12

Anzahl: 12

Hersteller: Simmering/Wien, Siemens-Schuckert/Wien

Baujahr(e): 1936–1938

Ausmusterung: 1998

Achsformel: 1’Bo1’

Spurweite: 760 mm

Länge über Puffer: 10.800 mm

Gesamtradstand: 6.200 mm

Dienstmasse: 22,0 t / 23,20 t

Reibungsmasse: 11,6 t / 12,2 t

Radsatzfahrmasse: 5,2 t, 5,8 t, 5,8 t, 5,2 t / 5,5 t, 6,1 t, 6,1 t, 5,5 t

Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h

Dauerleistung: 57 kW, 178 A, 360 V

Anfahrzugkraft: 35 kN

Treibraddurchmesser: 820 mm

Laufraddurchmesser: 620 mm

Zylinderanzahl: 8 / V 90°

Zylinderdurchmesser: 150 mm

Kolbenhub: 190 mm

Motorentyp: GMB 147/17 / WD 501

Nenndrehzahl: 1350 U/min

Anzahl der Fahrmotoren: 2

Antrieb: dieselelektrisch

Zugsicherung: keine


Siehe auchBearbeiten


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