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Dieser Artikel stammt aus dem Wikipedia Artikel Modelleisenbahn.Eine Modelleisenbahn ist die maßstäbliche Nachbildung eines Teils der echten Eisenbahn in kleinerem Format. Die Größe reicht dabei von einer Bahn im Koffer über eine Bahn im Tischformat bis zu einer mehrere Räume benötigenden Modelleisenbahn. Nachgebildet werden hauptsächlich Landschaften, Gebäude und Fahrzeuge. Typisch ist, dass die Lokomotiven durch einen eingebauten Antrieb selbst fahren können. Die Steuerung erfolgt entweder manuell oder halbautomatisch über ein Bedienpult oder vollautomatisch (Relais, Elektronik, Computer).

Allgemeiner ÜberblickBearbeiten

Das Größenverhältnis zwischen Modell und Vorbild (beispielsweise 1:87) wird als Maßstab bezeichnet, wobei gängigen Maßstäben jeweils ein Buchstabenkürzel zugeordnet wird (Z, N, TT, H0). Während Modellbahnanlagen in kleineren Maßstäben meist in Innenräumen zu finden sind, werden Modellbahnen in besonders großem Maßstab häufig als Gartenbahn im Freigelände ausgeführt.

Aufgrund der Komplexität und Ausdehnung des Gesamtsystems Eisenbahn ist bei der Nachbildung im Modell eine thematische Eingrenzung sinnvoll. Häufig ist das Thema eine Eisenbahngesellschaft, eine Eisenbahnstrecke, ein Bahnhof, eine Betriebsstelle, eine bestimmte Epoche oder mehrere dieser Kriterien – bis hin zur Spezialisierung auf „Bahnhof xx im Jahre yy“ mit Lokomotiven und Wagen in der dem Vorbild entsprechenden Anzahl. Die typische „Spielbahn“ beschränkt sich dagegen gar nicht oder nur sehr grob – typisch ist so etwas wie „deutschsprachiger Teil Europas von 1950 bis heute“. Ebenfalls kann sich die Nachbildung auf die möglichst originaltreue Darstellung von Gebäuden, Gleisanlagen und/oder Fahrzeugen (z. B. als Diorama) beziehen, oder es kann der Schwerpunkt auf die Darstellung eines typischen Betriebsablaufs gelegt werden, etwa indem man einen Bahnhof nachbaut, wie es ihn gegeben haben könnte (der also kein reales Vorbild haben muss, aber den Bauvorschriften und anderen Vorgaben entspricht).
CD 810 Modell

Ein Modell der Tschechischen CD 810

Für rollendes Material und Zubehör (Gleise, Gebäude, Modellautos, Kleinkram, Vegetation, Elektronik) gibt es mittlerweile eine große Industrie, die entsprechende Fertigprodukte oder Bausätze herstellt. Die eigentliche Anlage wird in den meisten Fällen selbst zusammengestellt; es gibt aber auch einige wenige Angebote für mehr oder weniger fertige Anlagen.

Bei den Anlagen unterscheidet man Anlagensysteme (komplette Anlagen auf einer oder mehreren Platten), die ein eigenständiges abgeschlossenes Thema nachbilden und autark ausgestellt und betrieben werden können, und Module mit genormten Schnittstellen oder Übergängen. Diese stellen einen begrenzten Teil oder Streckenabschnitt der Eisenbahn(-landschaft) dar. Sie können im Prinzip jederzeit frei miteinander verbunden werden. Besonders beliebt im Modulbau sind in den letzten Jahren Straßenbahn-Anlagen geworden.

ModelleisenbahnerBearbeiten

Personen, die sich mit Modelleisenbahnen beschäftigen, sind keine homogene Gruppe. Während viele den Schwerpunkt auf den Betrieb ihrer Modellbahnen legen, widmen sich andere dem Sammeln von Lokomotiven, Waggons oder Zubehör einer bestimmten Epoche oder eines bestimmten Herstellers, oder aber dem Umbau sowie Selbstbau von Fahrzeugen. Auch die Ansprüche daran, wie weit und in welchem Aspekt ihr eigenes Konzept das Vorbild nachbildet, unterscheiden sich vielfach deutlich.

Der Sammlerwert der heutigen Modelleisenbahngegenstände steigt wegen der großen Auflagen, sinkender Sammlerzahlen und einer vielfach sehr guten Verfügbarkeit (zum Beispiel über Internetauktionshäuser) jedoch kaum noch. Wenige, vorwiegend ältere, wenig verbreitete Objekte und Objekte in überdurchschnittlichen gutem oder einwandfrei restauriertem Zustand, erzielen jedoch immer noch hohe Preise.

Der Umbau oder Selbstbau von Modelleisenbahn, Waggons oder Zubehör hat weltweit an Stellenwert verloren, vorwiegend wegen des sehr großen Angebots an industriell hergestellten Produkten, aber auch infolge von Änderungen in der Berufsbildung, weg von den handwerklichen Berufen (Feinmechaniker, Elektroniker...). Hingegen ist der Heimanlagenbau, der Modulbau, wie auch der Bau von Anlagen in den Modelleisenbahnvereinen immer noch weit verbreitet.

AnlagenformenBearbeiten

Für ausgestaltete Modellbahnanlagen haben sich drei typische Formen etabliert:

  • Die einfachste und bekannteste besteht aus einer rechteckigen (Holz-)Platte, an deren Rand ein ein- oder mehrgleisiges Gleisoval entlangführt. Dabei definieren die Kurvenradien die nötige Breite der Platte und die Länge der Züge, die in den (meist geraden) Bahnhof passen sollen, die Länge der Platte. Da die Größe dieser Anlagen auffallend oft etwa 200 × 80cm beträgt, taucht dafür vereinzelt die Bezeichnung Türblattanlage auf. Die weitere Ausgestaltung (aus Platzgründen fast komplett im Inneren des Kreises) folgt dabei nicht selten einem einheitlichen, wenig vorbildgerechten, aber spieltauglichen Muster: vorne ein weiteres Bahnhofsgleis, dahinter das Empfangsgebäude eines Bahnhofs. An einer Seite ein Lokschuppen oder eine Drehscheibe, ein weiteres Gleis führt als Ladegleis einer Firma irgendwo in die Anlagenmitte. In einer oder beiden hinteren Ecken befindet sich ein Berg mit Tunnel; der Raum dazwischen ist mit Häusern oftmals nicht zusammenpassender Baustile gefüllt. Gerade die Tatsache, dass man immer die komplette Anlage im Blick hat, erschwert es, einen realistischen Eindruck zu bekommen.
  • Etwas seltener sind Anlagen, die in irgendeiner Form dem Wandverlauf im Raum folgen – also Anlagen in L-, U-, T-, E- oder noch komplexeren Formen. Dies ermöglicht oftmals selbst in verhältnismäßig engen Räumen auch die Unterbringung von Gegenden ohne Gebäude und – gerade in Wandecken – von sehr großen und dem Vorbild näheren Kurvenradien (eine realistische Kurve in H0 hätte einen Radius von mindestens 2m). Zudem kann der Bahnhof komplett mit Stellwerken, einem oder mehreren Güterschuppen und vor allem langen Nutzlängen ausgestaltet werden, die ein Bahnbetriebswerk überhaupt erst rechtfertigen. Auch die Unterbringung eines zweiten Bahnhofs an einem anderen Raumende, um so realistischen Pendelverkehr oder Warentransporte nachzubilden, ist möglich. Dieser kann oft auch als Kopfbahnhof ausgebildet sein, wenn der Platz keine Kehrschleife dahinter zulässt oder die dabei nötigen Rangierbewegungen als zusätzlicher Spielspaß angesehen werden. Auch sind bei dieser Anlagenform sogenannte Schattenbahnhöfe verbreitet – einfache Abstellgruppen unter oder neben (dann auch als Fiddle-Yard bezeichnet) der Anlage, die über „den Weg ins Weite“ erreicht werden können, und so beim Betrieb mit sehr vielen Zügen verdeckte Abstellmöglichkeiten bieten.

Große Anlagen dieser Form sind oft in Segmente unterteilt, die voneinander getrennt werden können. Sie werden meist hintereinander erbaut, damit bereits Teile der Anlage befahren/bespielt werden können, ohne dass diese vollständig fertiggestellt sein muss. Auch bieten sie den Vorteil, zu Wartungs- oder anderen Arbeiten, bei denen man das Segment an im eingebauten Zustand schlecht erreichbaren Positionen bearbeiten muss (zum Beispiel Verkabeln an der Unterseite), herausnehmen zu können. Der Segmentbau vereint somit viele Vorteile von festem und Modulaufbau.

  • Als Königsdisziplin der Modellbahn gelten modulare Anlagen. Hierbei werden zunächst nur relativ kleine, thematisch zusammenpassende Gruppen gebaut, die mit genormten Endstücken versehen sind und so beliebig miteinander verbunden werden können. Da diese Arten von Anlagen problemlos auf- und abgebaut werden können, ist der Platz ein wesentlich kleineres Problem. Bei solchen Anlagen kommt es nicht selten vor, dass komplette Bahnhöfe nur leicht verkürzt gebaut werden – manchmal mit Nutzlängen von 10 m und mehr. Zudem muss man beim Bau eines Moduls nicht jedes Thema, das man irgendwann einmal bauen will, auf einer Platte umsetzen und vorbildwidrig verdichten – man baut es eben auf ein anderes, unabhängiges Modul. Einer der bekanntesten überregionalen Vereine, die sich dem Modulbau verschrieben haben, ist der FREMO.

Permanente AusstellungsanlagenBearbeiten

Die zur Zeit (Stand 2007) größte Modelleisenbahnanlage der Welt mit sehr detailreich und aufwendig gestaltenten Landschaftsthemenbereichen ist das Miniatur-Wunderland in Hamburg. Die Anlage befindet sich in der Speicherstadt und ist eine Dauerausstellung über 2 Etagen mit mehr als 700 Zügen. Die zweitgrößte Modellbahnanlage, Loxx Miniatur Welten Berlin, befindet sich in der Berliner City im Einkaufszentrum Alexa am Alexanderplatz. Weitere Anlage sind z. B. der mehr als 700 m² große Deutschlandexpress in Gelsenkirchen und die Modellbahnshow Merklingen in Merklingen bei Stuttgart. Die ehemals größte Modelleisenbahnanlage der Welt, Northlandz, befindet sich in Flemington/USA. Ihren „Titel“ verlor die Anlage im Juli 2005, als der im Jahr 2004 begonnene Abschnitt Skandinavien des Miniatur-Wunderlandes fertiggestellt wurde.

Eine Anlage anderer Art findet sich in Bad Driburg. Bei der Modellbahnschau MO187 wurden die Bahnhöfe von Ottbergen und Bad Driburg detailliert im Maßstab 1:87 nachgebaut.

AusgestaltungBearbeiten

Die einfachste Form der Ausgestaltung einer Modellbahn ist die sogenannte Gleiswüste – auf der nackten Holzplatte befinden sich ausschließlich Gleise, aber keinerlei Landschaft. Die idealerweise nächste Stufe sind realistische Landschaftserhebungen – die Landschaft ist niemals wirklich bretteben. Nun folgt eine feinere Ausgestaltung: Einschottern der Gleise (bei einer mehrgleisigen Strecke ist der Raum zwischen den Gleisen komplett geschottert), Hinzufügen von Straßen, Häusern und Grünflächen. Abschließend kann man das Ganze noch mit diversem Zubehör von Autos und Lampen über Figuren bis hin zu Mülltonnen oder einzelnen Pflanzen dekorieren. Zudem empfiehlt es sich, gerade Kunststoffmodelle farblich leicht nachzubehandeln, um so den Plastikglanz loszuwerden.

Für eine Spielanlage sind natürlich auch vorhandene oder wesentlich einfacher zu erstellende Ausgestaltungen denkbar, etwa Häuser aus Lego-Steinen oder Ritterburg, Mühle/Hafen oder Parkhochhaus für Spielzeugautos; sie beziehen frühere Spielformen und Spielfiguren ein.

ModelleisenbahnmaßstäbeBearbeiten

Modellbahnen gibt es in einer Reihe von Maßstäben, wobei Größen zwischen 1:22,5 und 1:220 heute gängig sind. Die mit Abstand gängigste Größe wohl weltweit ist die Spur H0 im Maßstab 1:87. Daneben haben im deutschsprachigen Raum noch (in ungefährer Verbreitungsreihenfolge) die Spur N (1:160), Spur IIm (1:22,5, Gartenbahn), Spur Z (1:220), Spur TT (1:120, vor allem in Ostdeutschland sehr verbreitet) und Spur 1 (1:32) größere Marktanteile. Außerdem gibt es auch noch die Spur 0 (1:43,5 bzw. 1:45).

EpochenBearbeiten

Praha hl.n Modell

Eine kleine Modellbahnanlage im Prager Hauptbahnhof

Zur epochegerechten, geschichtlich einheitlichen Darstellung auf einer Anlage ist die Geschichte der Eisenbahn in Deutschland und anderen Teilen Europas in verschiedene Zeitabschnitte, Epochen, gegliedert worden. Der ICE ist im Regelbetrieb der Eisenbahngesellschaften nicht gleichzeitig mit einem Krokodil oder einer Personenzugdampflokomotive einer Nebenbahn unterwegs. Im Zuge der Bahnentwicklung hat es jedoch immer wieder bedeutende Stichtage gegeben, nach denen binnen relativ kurzer Zeit eine Änderung durchgeführt wurde – allen voran natürlich die Gründung und Umbenennung von Bahngesellschaften. Um die zeitliche Zuordnung des Materials zu erleichtern, werden diese deshalb den Epochen zugeordnet, und teilweise auch noch engere Perioden innerhalb dieser Epochen angegeben. So stellt zum Beispiel in Deutschland eine Lok der Epoche II a den Zustand der Lokbaureihe zwischen 1920 und 1925 dar – typischerweise bedeutet dies das Zusammentreffen neuerer Beschriftungen der Deutschen Reichsbahn mit älteren Lackierungen der Länderbahnzeit. Von Modellbahnern werden diese oft als eines der einfachsten Mittel der zeitlichen Abgrenzung ihrer Sammlung genutzt. Es gibt verschiedene Systeme der Epocheneinteilung. Das bekannteste mit fünf Epochen wurde um 1971 vom Eisenbahnhistoriker G. Barthel angeregt und verbandsintern normiert. Dennoch gibt es bis heute immer wieder strittige Auslegungen, etwa wenn binnen relativ kurzer Zeit mehrere punktuelle Umstellungen erfolgten (z. B. Mitte der 1950er Jahre die Abschaffung der dritten Klasse, die Einführung des dritten Spitzenlichts an Loks und die Verkleinerung der Windleitbleche).

AntriebBearbeiten

Die ersten Modelle für den Spielzeugmarkt wurden von einem aufziehbaren Uhrwerk angetrieben. Obwohl das die Kontrolle der Modelle erschwerte, waren diese robust gebaut, so dass sie auch das Greifen der Schalter in voller Fahrt überstanden. Es gab auch Langsamfahr- und Stopp-Gleise, die die Steuerung der Lokomotive übernahmen und diese sicher anhalten konnten. Andere Lokomotiven, meist in größeren Maßstäben, waren mit Dampfmaschinen (Echtdampf) ausgerüstet.

Die Gleise für die Uhrwerkbahnen waren aus Metall, bei denen linke und rechte Schiene miteinander elektrisch verbunden waren. Für die aufkommenden elektrisch angetriebenen Lokomotiven wurden im Sinne größtmöglicher Kompatibilität die Gleise um eine mittige Schiene ergänzt. Diese ist elektrisch vom restlichen Gleiskörper isoliert. Der Strom wird über den Mittelleiter zugeführt, nicht - wie beim Vorbild - über eine Oberleitung oder eine seitliche Stromschiene. Der Gleiskörper stellt - wie beim Vorbild - den Rückleiter (= Gleismasse) dar. Zudem ist die Konstruktion elektrisch symmetrisch und erlaubt deshalb Gleisfiguren, die bei vorbildgerechterer Zweigleisstromführung einen zur damaligen Zeit kaum bezahlbaren Zusatzaufwand an Elektrotechnik notwendig gemacht hätten. Im Zeitalter moderner Elektronik ist dies jedoch unerheblich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Wandel von der Spiel- zur Modellbahn: die Miniaturisierung und die Ansprüche an die Modelltreue schritten voran. Der Mittelleiter wurde deshalb als störend empfunden. Märklin ist der letzte bedeutende Anbieter, der einen Mittelleiter verwendet; seit ca. 1955 wird dieser jedoch in Form von optisch unauffälligeren Punktkontakten realisiert. Die meisten nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Systeme verwenden Kunststoffgleise, bei denen die beiden Schienen elektrisch voneinander getrennt sind (Pol und Gegenpol). Dieses Zweischienensystem ist international genormt (NMRA und NEM) und wird heute von allen Herstellern außer Märklin benutzt.

Bis zum Zweiten Weltkrieg war zumindest in Deutschland die Stromversorgung der Haushalte uneinheitlich, d. h. teils Wechsel-, teils Gleichspannung in jeweils unterschiedlicher Höhe. Auch die technischen Möglichkeiten waren aus heutiger Sicht bescheiden. Es wurden deshalb überwiegend Feldwicklungs- oder Allstrommotoren verwendet; die Spannung war auch damals schon ca. 20 V. Heute wird Kleinspannung (typisch 16 V, max. 24 V) und galvanische Trennung vom Stromversorgungsnetz verwendet, so dass das Berühren der Gleise ungefährlich ist. Märklin benutzt bis heute Wechselspannung, um mit dem früheren System kompatibel zu bleiben. Seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Systeme (z. B. Fleischmann) benutzen Gleichspannung, da bereits Gleichrichter und haltbare Permanentmagnete verfügbar waren und so das Fahrtrichtungs-Umschaltrelais in den Modelllokomotiven eingespart werden konnte.

Daneben gab es einige analoge Mehrzugsteuerungssysteme, dessen bedeutendstes Trix-EMS war. Diese Systeme werden, auch aufgrund technischer Schwierigkeiten, heute nicht mehr hergestellt. Seit ca. 1985 gibt es digitale Mehrzugsteuersysteme, d. h. Kommandos für Lokomotiven werden codiert in der Versorgungsspannung im Gleis übertragen. Nachdem es zunächst diverse Protokolle für diese Systeme gab, haben sich heute vor allem die von Märklin verwendeten (Motorola, mfx) und das nach NMRA genormte DCC-System etabliert. Speziell bei Spur N ist auch das SelecTRIX-Protokoll verbreitet. Allen gemeinsam ist, dass sie mit einer Art hochfrequenter Rechteck-Wechselspannung arbeiten.

Entgegen verbreiteter Ansicht gibt bzw. gab es jede Kombination zwischen Mittelleiter- und Zweischienensystem einerseits und Gleich- und Wechselspannung andererseits, z. B. Märklin Spur 1 (2-Schienen-Wechselspannung) und Trix-Express (Mittelleiter-Gleichspannung). Dennoch wird vielfach fälschlich Gleichstrom/-spannung mit Zweileitersystem, Wechselstrom/-spannung mit Mittelleitersystem gleichgesetzt.

ModellbahnsteuerBearbeiten

Elektrische Modellbahnanlagen können grundsätzlich manuell oder automatisch gesteuert werden; beides ist in „klassischer“ Form analog oder auch mit Digitaltechnik möglich. Zudem gibt es noch die Möglichkeit der halbautomatischen Steuerung, bei der der Modellbahner die Befehle manuell eingibt, aber von einer Automatik unterstützt wird, beispielsweise für Weichenstrassen oder bei vorbildgerecht langsamem Bremsen.