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Die Graz AG Verkehrsbetriebe(GVB) sind ein Grazer Bus- und Straßenbahnverkehrsunternehmen und Teil der Graz AG. Sie sind in den Steirischen Verkehrsverbund eingegliedert. Die Verkehrsbetriebe beschäftigen rund 800 Mitarbeiter.

Die Graz AG Verkehrsbetriebe befördern jährlich ca. 50,5 Mio. Fahrgäste mit der Straßenbahn, ca. 41,5 Mio. Fahrgäste mit Autobussen und ca. 0,7 Mio. Fahrgäste mit der Schlossbergbahn und den Schlossbergliften, das sind in Summe jährlich 92,7 Mio. Fahrgäste. Die Fahrzeuge der GVB umrundeten im Jahr 2003 mit ihren gefahrenen Kilometern von Autobussen und Straßenbahnen ca. 481 Mal die Erde (entspricht ca 19,9 Mio. km).

Insgesamt umfasst das Liniennetz der GVB eine Länge von 369 Kilometern. Geplant ist, dass der GVB-Fuhrpark bis zum Jahr 2015 zu 100 Prozent aus Niederflurbussen und -straßenbahnen besteht.

GeschichteBearbeiten

Gegründet wurden die GVB im Jahre 1878 mit Inbetriebnahme der ersten Pferdebahnen, welche 1899 von elektrischen Straßenbahnen abgelöst wurden. 1894 nahm die Grazer Schloßbergbahn ihren Betrieb auf. Seit 1949 sind die GVB Teil der Graz AG (früher Grazer Stadtwerke). Seit der Umbenennung der Grazer Stadtwerke zu Graz AG heißen nun auch die Grazer Verkehrsbetriebe entsprechend Graz AG Verkehrsbetriebe.

Viele Exponate aus der Geschichte der Grazer Straßenbahn finden sich im Tramway Museum Graz.

Meilensteine in der GeschichteBearbeiten

JahrEreignis
1878Jakominiplatz
1894Inbetriebnahme der Grazer Schloßbergbahn
1899Inbetriebnahme der elektrischen Grazer Straßenbahnen
1929Autobuslinien
1941Umspurung und Einbindung der elektrischen Kleinbahn Zinzendorfgasse–Mariatrost ins Straßenbahnnetz; größte Netzausdehnung von ca. 40 km
1949Die Verkehrsbetriebe sind ein Teil der Stadtwerke Graz (heute Graz AG)
1960Gründung der Grazer Stadtwerke AG. Die GVB wurden in diese eingegliedert.
1968Beginn des schaffnerlosen Betriebes
1969Aufstellung von Fahrscheinautomaten
1971Gründung des Vereins "Tramway-Museum Graz"
1977Inbetriebnahme der ersten Gelenkbusse
1988Aufnahme der ersten Straßenbahnfahrerinnen
1990Niederflurbus angeschafft
1994Verkehrsverbund Steiermark
2001Inbetriebnahme der ersten Niederflurstraßenbahnen vom Typ Cityrunner
2003Inbetriebnahme von 7 Nachtbuslinien
2006Inbetriebnahme der ersten Verlängerung seit über 15 Jahren zum neuen Nahverkehrsknoten Graz-Puntigam
2007Inbetriebnahme der Verlängerung zum Einkaufszentrum und Nahverkehrsknoten Murpark und der Verlängerung der Linie 6 ins Peterstal
2008Grazer Stadtwerke werden zu Graz AG, die Grazer Verkehrsbetriebe heißen ab sofort Graz AG Verkehrsbetriebe

LinienBearbeiten

Die Graz Linien Verkehrsbetriebe bedienen mit zur Zeit 9 Straßenbahn- und 26 Autobuslinien den Großteil des innerstädtischen Nahverkehrsnetzes. Als weiterer Service werden am Freitag und Samstag sowie vor Feiertagen 8 Nachtbuslinien angeboten, die von 0 bis 3 Uhr früh auf vom Zentrum in die Außenbezirke sowie auch neuerdings außerhalb von Grazführenden Strecken verkehren.

Den Hauptverkehrsknotenpunkt stellt der Jakominiplatz dar, auf dem alle Nachtbus- und Straßenbahnlinien sowie 8 der 33 regulären Autobuslinien zusammentreffen. Weitere Verkehrsknotenpunkte sind der Hauptplatz (alle Straßenbahnlinien außer 13 und 26) und der Hauptbahnhof (Endstation von 2 Straßenbahn- und 7 Buslinien).

Die letzten Erweiterungen des Netzes waren der Ausbau der Linie 4 von Liebenau entlang dem Autobahnzubringer Ost zum neuem Einkaufszentrum Murpark inklusive Park & Ride-Parkplatz mitten im Stadtteil Liebenau und die Verlängerung der Linie 5 zum neuerrichteten Busbahnhof Puntigam. Auch die Linie 6 wurde von St. Peter in Richtung Peterstal verlängert (Eröffnung 9.November 2007). Mit insgesamt ca. 3,5 km Neubaustrecke sind dies die größten Ausbauarbeiten am Grazer Straßenbahnnetz seit über 40 Jahren (nachdem in den 1950er- und 1960er Jahren ca. 15 km des damals in der größten Netzausdehnung etwa 41 km umfassenden Netzes eingestellt worden waren).

LiniennummernBearbeiten

Das Schema der Grazer Linienbezeichnungen umfasst drei Nummernbereiche:

  • reguläre Straßenbahnlinien erhalten Nummern von 1 bis 9 (wobei 2, 8 und 9 derzeit nicht genutzt sind).
  • für Straßenbahn-Sonderlinien sind die Nummern 11 bis 27 vorgesehen. Eine 1 an der Zehnerstelle bedeutet, dass die Linie den Jakominiplatz überquert, während eine 2 Linien bezeichnet, die am Jakominiplatz wenden. Die Einerstelle bezeichnet einen (bzw. den) befahrenen Linienast einer regulären Linie. Spätestens mit der Einführung der Linie 12 (am Wochenende auf jeweils einer Teilstrecke der Linien 4/5 und 7) wurde dieses Schema jedoch durchbrochen, da die Bezeichnungen 14, 15 und 17 bereits für andere Sonderlinien verwendet worden waren.
  • Buslinien werden von 30 aufwärts nummeriert; dabei werden die Nummer 30 bis 40 für jene Linien vergeben, die über den Jakominiplatz fahren. Tangentiallinien haben Nummern im 60er-Bereich, einige Zubringerlinien zu Straßenbahnendstationen führen Liniennummern im 70er-Bereich, wobei die Einerstelle die betreffende Straßenbahnlinie angibt (z. B. 74 als Zubringer von Dörfla zur Endstation Liebenau/Murpark der Straßenbahnlinie 4; 77 als Zubringer aus der Ragnitz zur Endstation St. Leonhard/LKH der Straßenbahnlinie 7). Bei linienmäßigen Kurzführungen wird die Liniennummer um ein 'E' ergänzt (z. B. befährt die Linie 34E nur eine Teilstrecke der Linie 34).

Darüber hinaus werden für außerplanmäßige Einschubkurse (z. B. nach Betriebsstörungen) und auf Fahrzeugen für die es keine Entsprechenden Linientafeln gibt oder auf denen sie nur schwierig zu wechseln sind (z. B. Straßenbahnen mit Blech-Liniennummer) auch die Kennzeichnungen 'E' (Straßenbahn) und '99' (Bus) verwendet.

StraßenbahnBearbeiten

Die Straßenbahn Graz wurde 1878 in Graz als regelspurige Pferdebahn eröffnet. Die ab 1898 elektrisch betriebene Straßenbahn verfügt über ein Streckennetz von insgesamt 66,4 Kilometern Länge. Die Tram wird unternehmerisch von den Graz AG Verkehrsbetrieben (GVB) geführt, einem Geschäftsbereich der Graz Aktiengesellschaft (vormals Grazer Stadtwerke Aktiengesellschaft) die sich im Besitz der Stadt Graz befindet. Zusammen mit dem ebenfalls von den GVB betriebenen innerstädtischen Busnetz ist die Straßenbahn Graz in den Steirischen Verkehrsverbund eingegliedert

2001 ging der erste Cityrunner Graz in Betrieb. Insgesamt wurden 18 solche Fahrzeuge beschafft und als 651–668 in den Bestand aufgenommen.

Auf dem aus neun Linien bestehenden Straßenbahnnetz werden jährlich rund 52 Millionen Fahrgäste befördert. Alle Linien führen vom zentralen Jakominiplatz sternförmig zu neun Vorstadtzielen, wobei es mehrere Schnittpunkte zum regionalen und überregionalen Verkehr der ÖBB sowie zur touristisch bedeutenden Grazer Schloßbergbahn gibt.

LinienBearbeiten

  • 1 Eggenberg UKH-Mariatrost
  • 3 Hauptbahnhof-Krenngasse
  • 4 Andritz-Liebenau/MURPARK
  • 5 Andritz-Puntigam
  • 6 Hauprbahnhof-St.Peter
  • 7 Wetzelsdorf-St.Leonard LKH
  • 12 Andritz-St.Leonard LKH
  • 13 Krenngasse-Liebenau/MURPARK
  • 26 Jakominiplatz-St.Peter

VerstärkerlinienBearbeiten

  • 14 Hauptbahnhof-Schulzentrum St.Peter
  • 24 Jakominiplatz-Liebenau/Stadion

BusBearbeiten

GVB LinienBearbeiten

  • 30 Geidorf-Jakominiplatz-(Gebietskrankenkasse)
  • 31 Webing-Wirtschaftskammmer
  • 32 Seiersberg-Jakominiplatz
  • 33 Eggenberger Allee-Jakominiplatz
  • 34 Thondorf-Jakominiplatz
  • 34e Theyergasse-Jakominiplatz
  • 36 Raaba Öbb-Schulzentrum St.Peter
  • 39 Uni/Resowi-Urnenfriedhof
  • 40 Gösting-Jakominiplatz
  • 41 Dürrgrabenweg-St.Leonard LKH
  • 41/53 Dürrgrabenweg-Stategg Fuß der Leber
  • 48 Thal Kötschberg-Gösting
  • 50 Zentralfriedhof-Hauptbahnhof
  • 52 Ziegelstraße-Hauptbahnhof
  • 53 Stategg Fuß der Leber-Hauptbahnhof
  • 58 Mariagrün-Hauptbahnhof
  • 60 Lustbühel-Krenngasse
  • 61 Berliner Ring-Krenngasse
  • 62 Carnerigasse-Puntigam
  • 63 Petersbergerstraße-Hauptbahnhof
  • 63a Raaba Öbb-Hauptbahnhof
  • 64 Schulzentrum St.Peter-Wetzelsdorf
  • 64e Puntigam-Kapellenwirt
  • 67 Zentralfriedhof-Zankstraße
  • 74 Döfla-Liebenau/MURPARK
  • 77 Ragnitz-St.Leonard LKH
  • 85 Gösting-Hauptbahnhof


VerbundlinienBearbeiten

  • 35 Don Bosco Bahnhof-Jakominiplatz
  • 42 Andritz-Seminarstraße
  • 43 Andritz-Saumgasse
  • 45 Andritz-Rannach
  • 47 Andritz-Leber
  • 68 Schulzentrum St.Peter-Lustbühl
  • 69 St.Peter-Petri Au
  • 71 Schulzentrum St.Peter-Ostbahnhof
  • 78 Gedersberg-Bahnhof Puntigam
  • 79 Pirka-Gedersberg / Seiersberg Mitte-Volkschule Dr.Speck
  • 80 Feldkirchen Raffeisenplatz-Bahnhof Puntigam
  • 81 Mariagrün-Seniorenzentrum
  • 82 Stifting-St.Leonard LKH
  • 83 Mariagrün-Volksschule Mariagrün

NachtbusBearbeiten

Die Nightlines der GVB verkehren von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie vor Feiertagen, jeweils um 0:30, 1:30 und 2:30 Uhr ab Jakominiplatz. Die Nachtbuslinien verkehren hauptsächlich entlang von Straßenbahnlinien oder stark ausgelasteten Buslinien.

LinienBearbeiten

  • N1 Gösting-Mariatrost
  • N2 Wirtschaftskammer-Webling
  • N3 Gösting-Rabba Kreisverkehr
  • N4 Jakominiplatz-Dörfla
  • N5 Flughafen Graz-Andritz
  • N6 Unterpremstätten Steg-St.Peter
  • N7 Ragnitz-Karl Etzel Weg
  • N8 Thondorf-Jakominiplatz

JakominiplatzBearbeiten

Der Jakominiplatz ist der Knotenpunkt der Verkehrsbetriebe. Jede Minute passiert eine Straßenbahn diese Haltestelle, da alle sechs Linien den Jakominiplatz queren.

VerlängerungenBearbeiten

Der Grazer Gemeinderat hat bereits Pläne für die Zukunft der Grazer Straßenbahnlinien:

  • Beim geplanten Neubau des ECE-Einkaufszentrums in der oberen Annenstraße sollen die Linien 1, 3, 6 und 7 bis zum Hauptbahnhof unter die Erde gelegt werden.
  • Die Linie 1 soll Richtung Mariatrost zwischen den Haltestellen Maiffredygasse und Lenaugasse eine neue Strecke über die Karl-Franzens-Universität bekommen (via Glacisstraße, *Zinzendorfgasse und Leechgasse).

Die 1955/1957 stillgelegte ehemalige „Nordwestlinie“ 3 nach Gösting soll wiedererrichtet werden, mit neuem Trassenverlauf von der Haltestelle Roseggerhaus oder Keplerbrücke über Lendplatz und Fröbelpark.

  • Die geplante „Südwestlinie“ 8 soll über Don Bosco und die Peter-Rosegger-Straße bis Webling führen, allerdings soll die erste Ausbaustufe nur bis zur Haltestelle Grottenhofstraße führen.
  • Die Linie 5 soll bis zum Shopping Center West verlängert werden.

LinksBearbeiten

Graz AG Verkehrsbetriebe

Vorlage:Quelle Wikipedia

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