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Die Firma RTS Rail Transport Service GmbH ist eine private österreichische Eisenbahngesellschaft. Geschäftsgegenstand ist die Durchführung von Gütertransporten auf der Schiene.

GeschichteBearbeiten

Das Unternehmen wurde im September 2004 als 90%ige Tochtergesellschaft der österreichischen Baufirma Swietelsky Baugesellschaft m.b.H., einer der größten europäischen Firmen der Sparte Gleisbau, gegründet. RTS hat seinen Sitz in Graz und eine Filiale im niederösterreichischen Fischamend. Gegenwärtig beschäftigt das Eisenbahnunternehmen 45 Mitarbeiter. Weiterer Gesellschafter zu 10% ist Ing. Reinhard Zeller.

Hintergrund der Firmengründung waren die Transporte der firmeneigenen Gleisbaumaschinen und Eisenbahnwagen. Mittlerweile hat sich das Aufgabengebiet auf die Abwicklung von Ganzzugtransporten erweitert.

Seit 14. Juni 2006 ist RTS durch die Gründung der 100 %igen Tochtergesellschaft RTS Rail Transport Service Germany GmbH, die ihren Sitz in München hat, auch auf dem deutschen Eisenbahnmarkt präsent. Damit können grenzüberschreitende Transporte innerhalb des eigenen Unternehmens abgewickelt werden. Darüber wird durch die Kooperation mit strategischen Partnern auf ein breites Leistungsangebot verwiesen. Die RTS Rail Transport Service GmbH wurde erstmals am 16. September 2004 unter der Nummer 252571d ins Firmenbuch eingetragen. Die gesamte Stammeinlage beträgt € 100.000,00. Gesellschafter sind zu 90% die Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. und zu 10% Ing. Reinhard Zeller.

FirmendatenBearbeiten

Geschäftsführer mit kollektiver Zeichnungsberechtigung sind seit 19. Oktober 2004 Ing. Reinhard Zeller und seit 12. Juni 2008 Norbert Schauer. Prokuristen mit kollektiver Zeichnungsberechtigung sind je seit 25. November 2005 Sven Jungbauer und Heinz Mann sowie seit 15. Juni 2007 Adolf Scheuchenpflug. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft. Weiters ist sie Gruppenmitglied der TRIAS Holding GmbH in Linz. Die aktuelle Fassung der Errichtungserklärung ist vom 13. Februar 2007

FahrzeugbestandBearbeiten

LokomotivenBearbeiten

Baureihe 2143Bearbeiten

Mit dem Erwerb von vier Diesellokomotiven der Baureihe 2143 von den Österreichischen Bundesbahnen durch die Firma Swietelsky wurde 2004 der Grundstein zur Gründung der RTS gelegt. Die Triebfahrzeuge – Produktionsnummern „SGP 1965/18296“, „SGP 1966/18343“, „SGP 1966/18345“ und „SGP 1970/18400“ – wurden generalüberholt und dabei mit neuen, leistungsstärkeren Motoren ausgestattet, wodurch die Loks über 1.450 kW (1.970 PS), gegenüber 1.115 kW (1.495 PS) den ÖBB-Loks, verfügen. Das Dienstgewicht der Loks erhöhte sich dadurch von 65 auf 68 Tonnen. Zwei dieser Lokomotiven, die unter den UIC-Nummern 93 81 2143 005-3 und 93 81 2143 007-9 bis 2011 zugelassen sind, wurden 2006 in die Firmengründung der RTS eingebracht und stehen vorwiegend für Baustellen, im planmäigen Einsatz.

Baureihe 1116 und Baureihe 1216Bearbeiten

Im Jahr 2006 wurde die erste E-Lok der Baureihe „ES 64 U2“ (Fabriksnummer „Siemens 2002/20573“), die baugleich mit der dem Triebfahrzeuge der ÖBB-Baureihe „1116“ ist, von Dispolok angemietet. Mit dieser Lok bereits in das konventionelle Transportgeschehen eingegriffen wurde.

RTS wollte jedoch eigene Kapazitäten schaffen, weshalb der Mietvertrag 2007 aufgelöst wurde und zwei eigene E-Loks beschafft wurden. Mit den „ES 64 U4“ zwei weitere E-Loks in den Fahrzeugpark der RTS beschafft (Fabriksnummern „Siemens 2007/21113“ und „Siemens 2007/21123“), die unter den UIC-Nummern 91 81 1216 901-9 und 91 81 1216 902-7 bis 2012 zugelassen sind. Die beiden Loks sind baugleich mit den Triebfahrzeugen der ÖBB-Baureihe „1216“ („Taurus“).

Baureihe 2016Bearbeiten

Ebenfalls 2007 wurde mit dem Kauf einer „ER 20“ (Fabriksnummer „Siemens 2007/21153“) eine weitere, noch leistungsstärkere Diesellok von RTS in Dienst gestellt. Diese Lok, die unter der UIC-Nummer 92 81 2016 905-9 bis 2012 zugelassen wurde, ist baugleich mit den ÖBB-Triebfahrzeugen der Baureihe „2016“ („Herkules“).

Weiter TriebfahrzeugeBearbeiten

Von der Firma Swietelsky wurden darüber hinaus noch weitere Triebfahrzeuge beschafft[6], die jedoch nicht bei RTS eingestellt wurden oder keine Netzzulassung haben. So sechs Dieselloks der ÖBB-Baureihe 2067 (2067 017-0, 2067 023-8, 2067 060-0, 2067 062-6, 2067 083-2 und 2067 091-5), eine Lok der DB-Baureihe 332 (332 068) und drei Loks der CFR (33 53 392 3 036,33 53 392 3 066 und 33 53 392 3 068).

GüterwagenBearbeiten

Darüber hinaus verfügt RTS über unternehmenseigene Güterwagen der Bauarten

  • Faccs – Vierachsige offene Selbstentladewagen für Schüttgüter (Schotter), die im Rahmen der Hauptuntersuchung modernisiert wurden.
  • Ks – Zweiachsige Flachwagen mit niedrigen Bordwänden. Diese Wagen wurden im Rahmen der Hauptuntersuchung zur Verstärkung mit einem Stahlboden ausgestattet.
  • Res – Vierachsige Flachwagen mit niedrigen Bordwänden und 16 seitlichen Drehrungen. Auch diese Wagen wurden im Rahmen der Hauptuntersuchung zur Verstärkung mit einem Stahlboden ausgestattet.
  • Sgss – Vierachsige Containerwagen. Diese Wagen sind für die Aufnahme von Container aller Dimensionen sowie verschiedener Spezialtransportgestelle geeignet.

LeistungsangebotBearbeiten

Neben der Beförderung von firmeneigenen Baumaschinen, Spezialwaggons und Materialtransporten ist RTS auf die Führung von Ganz-Güterzügen spezialisiert. Darüber hinaus können als Referenzen Spezialtransporte wie die Beförderung von Gleiswannen, Schienentransporte, Überstellungen Flirt Triebzügen und Triebfahrzeug–Überstellungen ausgewiesen werden.

Über den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Österreich und Deutschland hinaus orgnisiert RTS in Komplettangeboten Anschlusstransporte in die Schweiz, Italien, Ungarn, Polen, Rumänien, Slowenien, Kroatien, Tschechische Republik und die Slowakei.

LinksBearbeiten

RTS Rail Transport Service GmbH

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