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Ernsthofen 199

Die eingleisige Rudolfsbahn bei Ernsthofen

Der Name Rudolfsbahn leitet sich von der k.k. priv. Kronprinz Rudolf-Bahn Gesellschaft (KRB) ab. Deren 1868 bis 1873 eröffnete Hauptstrecke hatte folgenden, umwegreichen Verlauf (es sind nur Strecken innerhalb der heutigen Grenzen Österreichs berücksichtigt):

  • St. ValentinKastenreithKleinreifling–Selzthal–Schoberpass–St. Michael–Neumarkter Sattel–Sankt Veit an der Glan–Feldkirchen in Kärnten–Villach–Tarvisio Boscoverde

Dieser Artikel stammt aus dem Artikel Rudolfsbahn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.



StreckeBearbeiten

Kursbuchstrecke (ÖBB): 131 Sankt Valentin – Selzthal

Km Bahnhof
0,0 St.Valentin
2,7 Herzograd
7,3 Ernsthofen
12,7 Dorf an der Enns
15,7 Ramingsdorf-Haidersdorf
18,0 Steyr Münichholz
20,4 Steyr
22,5 Garsten
25,1 Sand
27,8 Lahrndorf
30,4 Dürnbach
33,7 Ternberg
35,9 Trattenbach
42,1 Losenstein
48,1 Reichraming
51,1 Großraming Kraftwerk
54,8 Großraming
61,2 Küpfern Haltestelle
63,7 Kastenreith
66,9 Kleinreifling
81,4 Weissenbach-Sankt Gallen
92,2 Großreifling
96,4 Landl
102,3 Hieflau
111,4 Gstatterboden im Nationalpark
114,7 Johnsbach im Nationalpark
125,1 Admont
130,8 Frauenberg an der Enns
138,9 Selzthal
145,2 Stadt Rottenmann
156,4 Trieben
161,3 Gaishorn
171,6 Wald am Schoberpass
178,7 Kalwang
186,6 Mautern
191,9 Kammern
194,4 Seiz
202,4 Sankt Michael
209,9 Kraubath
213,7 Preg
218,3 Fentsch-Sankt Lorenzen
224,6 Knittelfeld
228,5 Spielberg
232,5 Zeltweg
239,7 Judenburg
246,2 Thalheim-Pöls
253,7 Sankt Georgen ob Judenburg
258,6 Unzmarkt
265,6 Scheifling
273,7 Mariahof-Sankt Lambrecht
278,7 Neumarkt in Steiermark
295,2 Friesach
299,9 Micheldorf-Hirt
306,0 Treibach-Althofen
309,6 Kappel am Krappfeld
313,8 Passering
319,4 Launsdorf-Hochosterwitz
322,1 Sankt Georgen am Längsee
327,9 Sankt Veit an der Glan
329,0 Sankt Veit an der Glan-West
334,5 Liebenfels Haltestelle
339,0 Tauchendorf-Haidensee
341,4 Glanegg
343,8 Mautbrücken
347,1 Sankt Martin-Stittich
352,2 Feldkirchen in Kärtnen
356,3 Tiffen
360,1 Steindorf am Ossiacher See
363,8 Ossiach-Bodensdorf
365,3 Sankt Urban am Ossiachersee
368,9 Sattendorf
370,2 Annenheim
373,6 Villach Sankt Ruprecht
377,6 Villach Hauptbahnhof
379,1 Villach Westbahnhof
381,6 Villach Warmbad
386,4 Fürnitz
389,3 Neuhaus an der Gail
392,0 Pöckau
394,9 Arnoldstein
401,0 Staatsgrenze A/Italien
407,5 Tarvisio Boscoverde

250 Selzthal – Sankt Michael

600 Sankt Michael - Villach Hbf

601 Friesach – Tarvisio Boscoverde


Streckennummer: 203 01 Sankt Valentin – Abzw Weyer 1

102 01 Abzw Weyer 1 – Selzthal

404 01 Selzthal – Sankt Michael

413 13 Sankt Michael – Sankt Michael-West

413 01 Sankt Michael-West – Sankt Veit an der Glan

408 01 Sankt Veit an der Glan – Villach Hbf-Ostbahnhof

413 01 Villach Hbf-Ostbahnhof – Tarvisio Boscoverde


Streckenlänge: 406,857 km

Spurweite: 1435 mm (Normalspur)

Streckenklasse: D 4 (Scheifling - Zeltweg D 3)

Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h

Nebenstrecke Amstetten-Kastenreith Bearbeiten

Kursbuchstrecke (ÖBB): 130

Streckennummer: 101 02 Amstetten – Abzw Amstetten 11 102 01 Abzw Amstetten 11 – Kastenreith

Streckenlänge: 43,692 km

Spurweite: 1435 mm (Normalspur)

Streckenklasse: D 4

Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h

Bahnhöfe Bearbeiten

Km Bahnhof
0,0 Amstetten
3,6 Greinsfurth
7,7 Ulmersfeld-Hausmening
12,0 Kröllendorf
15,3 Hilm-Kematen
17,3 Rosenau
19,7 Sonntagsberg
21,3 Böhlerwerk an der Ybbs
23,4 Waidhofen an der Ybbs
24,8 Stadt Waidhofen a.d.Ybbs
32,2 Oberland
34,4 Gaflenz
40,8 Weyer
43,6 Kastenreith
46,8 Kleinreifling






















Flügelbahn St. Michael–LeobenBearbeiten

Kursbuchstrecke (ÖBB): 250, 600

Streckennummer: 413 12 Sankt Michael – Sankt Michael-Ost


413 01 Sankt Michael-Ost – Abzw Leoben Hbf 2


416 01 Abzw Leoben Hbf 2 – Leoben Hbf

Streckenlänge: 11,738 km

Spurweite: 1435 mm (Normalspur)

Streckenklasse: D 4

Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h



Km Bahnhof
0,0 Sankt Michael
6,8 Leoben Hinterberg
9,9 Leoben Göss
11,9 Leoben Hauptbahnhof









  • St. Veit an der Glan – Klagenfurt siehe Rosentalbahn
  • Ebenfalls zum Streckennetz der Kronprinz-Rudolfsbahn-Gesellschaft gehörte die Salzkammergutbahn Stainach-Irdning – Attnang-Puchheim mit der Verlängerung nach Schärding.

GeschichteBearbeiten

Die Rudolfsbahn bildete neben der Südbahn (Semmeringbahn) im Osten und der Brennerbahn im Westen die dritte Nord-Süd-Alpenquerung in Österreich. Da es im eigenen Streckenbereich zu wenig Verkehrsaufkommen gab, war die KRB wirtschaftlich zu einem großen Teil vom Transitverkehr und damit von der Verkehrspolitik anderer Bahnen (hauptsächlich der Kaiserin Elisabeth-Bahn (KEB)) abhängig. So lagen alle nördlichen Endpunkte des KRB-Netzes an Strecken der Kaiserin-Elisabeth-Bahn (St. Valentin und Amstetten an der Westbahn, Schärding an der Strecke Wels–Passau).

Die wirtschaftliche Lage der KRB verschlechterte sich nach der Wirtschaftskrise von 1873 immer mehr. 1880 wurde die KRB unter staatliche Zwangsverwaltung (Sequestration) gestellt, 1884 verstaatlicht. Nach der Verstaatlichung wurde die Flügelstrecke Amstetten–Kastenreith aufgewertet, weil die kaiserlich-königlichen österreichischen Staatsbahnen (kkStB) den Verkehr Wien–Kärnten über Westbahn und Rudolfsbahn leiteten (als Konkurrenz zur nach wie vor privaten Südbahn-Gesellschaft).

Rudolfsbahn - heuteBearbeiten

Ernsthofen 173

Ein Talent auf der Rudolfsbahn

Alle Strecken der ehemaligen Rudolfsbahn-Gesellschaft im heutigen Österreich gehören zum Streckennetz der ÖBB (Stand 2005). Der Name Rudolfsbahn ist heute kaum mehr geläufig, allenfalls der in einigen Orten entlang der Strecke vorkommende Straßenname Rudolfsbahnstraße erinnert noch daran. Das liegt daran, dass die Relation St. Valentin bzw. Amstetten – Villach – Tarvis als solche nicht mehr relevant ist. Einzelne Abschnitte der Rudolfsbahn sind heute Teil anderer verkehrsbedeutender Relationen:

  • die Schoberpassstrecke Selzthal – St. Michael ist Teil der Fernverkehrsrouten Linz – Pyhrnbahn – Selzthal – Graz und Innsbruck – Bischofshofen – Ennstalbahn – Selzthal – Graz
  • die Bahnstrecke Leoben – St. Michael (– Neumarkter Sattel) - St. Veit an der Glan – Klagenfurt ist Teil der heute - historisch keineswegs korrekt - als Südbahn bezeichneten Strecke Wien– Bruck an der Mur – Leoben – Klagenfurt – Villach.
    Rudolfsbahn Arnoldstein

    Kurz vor Arnoldstein

Andere Streckenteile wie die Strecke entlang des Ossiachersees haben heute nur mehr regionale Bedeutung.

An den ursprünglichen, durchgehenden Streckenverlauf erinnert bis heute die Kilometrierung von St. Valentin (km 0,000) bis zur Staatsgrenze bei Thörl-Maglern (km 401,045). Ab der Staatsgrenze bei Thörl-Maglern beginnt die Kilometrierung der Strecke Staatsgrenze nächst Thörl-Maglern (km 94,250) - Udine (km 0,000).

Südlich von Pontafel im Kanaltal hatte die KRB Anschluss an das italienische Bahnnetz.

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