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SalzburgHbf

Salzburg Hbf

Der Salzburger Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof des Ballungsraumes Salzburg und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Westen Österreichs. Er hatte lange Zeit die Funktion eines Grenzbahnhofs in Richtung Deutschland.

Der Salzburger Hauptbahnhof ist ein Bahnhof sowohl der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wie auch der Deutschen Bahn AG. An ihm werden mehrere Fern- und Nahverkehrsstrecken der ÖBB miteinander verknüpft. Die Westbahn von Wien und Linz wird hier mit der Bahnstrecke München–Salzburg verknüpft, über die neben internationalen Zügen auch im Korridorverkehr über Rosenheim (dem Deutschen Eck) Schnellverbindungen mit Tirol und Vorarlberg geführt werden. Nach Süden führt als weitere Hauptstrecke die Salzburg-Tiroler-Bahn über Bischofshofen und Zell am See nach Wörgl, von welcher in Schwarzach-St. Veit die Tauernbahn abzweigt. Dieser Bahnhof verfügt über eine Verladestelle für Autoreisezüge.

Für den Regionalverkehr bedeutsam ist der Hauptbahnhof als Ausgangspunkt der Salzburger Lokalbahn sowie als zentraler Knotenpunkt der S-Bahn Salzburg und zahlreicher Regionalbuslinien für den Großraum Salzburg. Auch befindet sich hier einer der zentralen Knotenpunkte im Streckennetz der StadtBus Salzburg. Bis 1957 befand sich am alten Lokalbahnhof am Bahnhofsvorplatz auch noch die Abfahrtsstelle der schmalspurigen, im Volksmund auch „Ischlerbahn“ genannten Salzkammergut-Lokalbahn nach Mondsee und Bad Ischl.

Dieser Artikel stammt aus dem Artikel Salzburg Hauptbahnhof aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.

GeschichteBearbeiten

SalzburgHbfinnen

Da Salzburg Hbf ein Grenzbahnhof ist gibt es DB und ÖBB Fahrkartenschalter.

1860 wurde Salzburg mit der Eröffnung der bayerischen Maximiliansbahn von München über Rosenheim nach Salzburg und innerhalb Österreich-Ungarn der Kaiserin-Elisabeth-Bahn nach Wien, welcher der heutigen Westbahn entspricht, an das internationale Eisenbahnnetz angebunden. Entsprechend der Lage des Bahnhofes wurde dieser zwar als Durchgangs- angelegt, nach 1900 aber teilweise als Inselbahnhof umgestaltet. Parallel zum Empfangsgebäude, welches an einem Durchgangsgleis liegt, wurde ein weiteres Gebäude auf einem breiten, mit einer Halle überdachten Bahnsteig errichtet. An der Längsseite der Halle befinden sich weitere Durchgangsgleise, an den Schmalseiten wurden die Gleisanlagen als Kopfbahnhöfe für den innerösterreichischen Verkehr und die Züge nach Bayern angelegt.

Mit dem Ausbau weiterer Strecken, zuletzt mit der Fertigstellung der Tauernbahn nach Villach und weiter nach Triest im Jahr 1909, stieg die Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt. Von dem am Bahnhofsvorplatz angelegten, heute nicht mehr existenten Lokalbahnhof fuhren ab 1886 die Salzburger Lokalbahn und ab 1893 die Salzkammergut-Lokalbahn ab.

In den Jahren 1944 und 1945 waren der Bahnhof und die Gleisanlagen Ziel zahlreicher Bombenangriffe der amerikanischen Flottenverbände im Zweiten Weltkrieg. Der Bahnhof wurde dadurch teilweise zerstört. Verschiedene Blindgänger werden auch noch heute im Bereich der Bahnanlagen im Erdreich vermutet, was bei Tiefbauarbeiten immer wieder zu Problemen führt. Im Juli 2003 kostete die missglückte Entschärfung einer 250 kg Fliegerbombe zwei Sprengstoffexperten das Leben. Im Juli und August 2007 suchten die ÖBB das Gelände des Bahnhofs auf weitere verborgene Bomben ab.

Seit dem Jahr 1996 nimmt die Salzburger Lokalbahn ihren Ausgangspunkt in einer unterirdischen Station unter dem Südtiroler Platz. Eine unterirdische Verlängerung der Bahn als U-Bahn bzw. Stadtbahn in oder durch das Stadtzentrum war geplant und wird auch weiterhin als Option gehandelt. Mit der Errichtung und dem Ausbau des S-Bahnsystems im Großraum Salzburg wird der Bahnhof in seiner Bedeutung erneut aufgewertet, wobei er aufgrund der wenigen Durchgangsgleise immer mehr an seine Kapazitätsgrenzen stößt.

ZukunftBearbeiten

Die Struktur des Bahnhofs mit seinen Kopfbahnsteigen und fünf durchgehenden Bahnsteigen ist für den Bahnverkehr innerhalb der offenen Grenzen nach dem Schengener Abkommen eher hinderlich als sinnvoll. Deshalb ist ein völliger Neubau der Gleisanlagen und Bahnsteige im Rahmen der ÖBB-Bahnhofsoffensive geplant, wobei die Kopfbahnsteige von durchgehenden Bahnsteigen ersetzt und die drei finsteren, verwinkelten unterirdischen Gleiszugänge durch eine breite Einkaufspassage unter allen Gleisen vom Südtiroler Platz bis zur Lastenstraße auf der südlichen Seite der Gleisanlagen ersetzt werden sollen. Den Architektenwettbewerb gewann Klaus Kada, welcher schon den neuen Hauptbahnhof in Klagenfurt prägte. Sein Siegerprojekt wurde bereits im Mai 1999 präsentiert.

SalzburgHbfbahnsteig

Bahnsteig des Salzburger Hbf

Diese für die zukünftige Funktionalität als Taktknoten im Fern- und Nahverkehr erforderliche Baumaßnahme wurde jedoch immer wieder hinausgezögert, unter anderem wegen einer Kontroverse um den Marmorsaal, der sich in dem Gebäude auf dem breiten Inselbahnsteig befindet, das für den Umbau abgerissen werden muss. Beim Marmorsaal handelt es sich um einen nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Saal, in dem sich derzeit das Bahnhofsrestaurant befindet. Hans Schrott und seine Bürgerinitiative sind der Meinung, dass dieser Saal historisch wertvoll wäre und deshalb erhalten werden sollte.

Von Seiten der Stadt Salzburg wurde als Kompromiss vorgeschlagen, den Marmorsaal abzutragen und an anderer Stelle im Gebäude wieder aufzubauen. Mittlerweile hat aber die zuständige Behörde den Streit beendet, indem der Abriss des Saals genehmigt wurde. Durch die Entfernung von Panelen in der Eingangshalle sollen alte, gut erhaltene Fliesenbilder wieder zum Vorschein kommen. Die stählerne Dachkonstruktion der Halle auf dem Inselbahnsteig wurde unter Denkmalschutz gestellt. Für das Projekt von Klaus Kada stellt dies aber kein Hindernis dar, die Halle wurde in die Pläne integriert. Das Gesamtbudget für den Bahnhofsneubau beträgt 270 Millionen Euro, davon werden etwas über 27 Millionen vom Land Salzburg eingebracht. Der Spatenstich erfolgte am 7. November 2008. 2014 soll der Bahnhof fertiggestellt sein.

Salzburg Hbf Gleisplan

Gleisplan

BahnsteigeBearbeiten

Es gab fünf Durchgangsbahnsteige (1a/b, 2a/b, 3a/b, 4a/b, 5a/b), und neun Stumpfbahnsteige (11-15, 21-24)

BahnhofBearbeiten

Am Bahnhof befindet sich:

  • ein ÖBB Reisezentrum
  • ein ÖBB Reisebüro
  • eine ÖBB Club Lounge
  • Wartehallen
  • 8 Fahrkartenautomaten (davon 2 DB Automaten)
  • Ein Shoppingcenter,Post,Burger King am Bahnhofsvorplatz, Trafiken,Shops im inneren, ein Shop am Inselbahnsteig

BahnhofsdatenBearbeiten

  • Strecke: 101,200,220,300
  • Ticketverkauf: ja
  • Lautsprecheranlage: ja
  • Western Union Moneytransfer: ja
  • Öffentliche WC-Anlage: ja
  • Zugzielanzeige: ja
  • Wagenstandsanzeiger: ja
  • Reisebedarf: ja
  • Restaurant / Cafe: ja
  • Trafik / Zeitungen: ja
  • Fernverkehrshalt: ja
  • Selbstbedienungsstrecke: ja

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