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Der Name Tauernbahn bezeichnet die Bahnstrecke zwischen Schwarzach-St. Veit im Bundesland Salzburg und Spittal an der Drau in Kärnten. Sie ist Bestandteil einer der wichtigsten Nord-Süd-Magistralen Europas und dient zusätzlich auch der touristischen Erschließung des Gasteinertals.

Die Tauernbahn ist 79 km lang und eine klassische Gebirgsbahn. Sie überwindet die Hohen Tauern mit einer maximalen Streckenneigung von 2,5 %. Der Gebirgskamm wird im 8371 Meter langen Tauerntunnel durchquert.

Dieser Artikel stammt aus dem Artikel Tauernbahn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.

StreckeBearbeiten

Km Bahnhof
0,0 Schwarzach-St.Veit
14,3 Dorfgastein
19,2 Bad Hofgastein
30,0 Bad Gastein
34,1 Böckstein
45,9 Mallnitz-Obervellach
55,8 Oberfalkenstein
58,4 Penk
64,7 Kolbnitz
69,3 Mühldorf-Mollbrücke
72,9 Pusarnitz
80,8 Spital-Millstättersee
Kursbuchstrecke (ÖBB) 220
Streckennummer: 222 01
Streckenlänge: 79 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 15 kV / 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 30
Minimaler Radius: 247 m
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Zweigleisigkeit:

Schwarzach-St. V. – Loifarn-Süd

Abzw Loifarn 1 – Abzw Bad Hofg. 1

Angertal – Abzw Angertal 1

Böckstein – Spittal-Millstättersee


Bau und AusbauBearbeiten

Mit dem Bau dieser Bahn war die Anbindung Triests an den industrialisierten Norden der Habsburgermonarchie geplant, mittels der das Monopol der privaten Südbahn gebrochen werden sollte, welche eine direkte Verbindung nach Wien darstellte. Gleichzeitig sollten die veralteten Hafenanlagen von Triest zeitgemäß ausgebaut werden. In dieses Verkehrskonzept miteingebunden waren auch Wocheinerbahn, Karawankenbahn und Pyhrnbahn.

Die Bauplanung und -leitung der Tauernbahn oblag dem Ingenieur Carl Wurmb. Ihm zu Ehren wurde 1913 in Salzburg ein Denkmal erstellt.

Der Bau der Tauernbahn begann mit der Auffahrung des Sohlstollens auf der Nordseite des Tauerntunnels im Juli 1901 und der des Sohlstollens auf der Südseite im Oktober desselben Jahres. Der Bau der Nordrampe selbst von Schwarzach-St. Veit bis Badgastein wurde im Jahre 1902 der "Unionbaugesellschaft" in Wien zugeschlagen. Der Betrieb auf dieser Strecke wurde am 20. September 1905 eröffnet.


Die Ausführung des restlichen Teils der Nordrampe sowie des ganzen Tauerntunnels und der Südrampe bis zum unteren Kapponigtunnel, km 52·5, übernahm die Bauunternehmung Brüder "Redlich & Berger", Wien, am 2. Dezember 1905. Der restliche Teil der Südrampe bis zur Station Spittal a.d. Drau wurde von dem Bauunternehmer Wilhelm Carl von Doderer, Wien, ab dem Sommer 1906 errichtet. Die Betriebseröffnung der Strecke Badgastein bis Spittal a.d. Drau erfolgte am 5. Juli 1909 in Anwesenheit des Kaisers Franz Joseph I.

Die Elektrifizierung der Strecke erfolgte 1933–1935. Bis dahin musste der Tauerntunnel künstlich belüftet werden. Im Tauerntunnel war die Strecke seit Beginn zweigleisig angelegt, ansonsten nur eingleisig ausgebaut.


Da die hochbelastete Strecke seit längerer Zeit am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angelangt war, erfolgte ab 1969 der abschnittsweise zweigleisige Ausbau, verbunden mit einer teilweisen Neutrassierung. Insbesondere auf der Südrampe wurden neue zweigleisige Viadukte gebaut, mit denen die Strecke etwas begradigt wurde und die Leistungsfähigkeit der Strecke gesteigert werden konnte, was allerdings eine etwas größere Neigung zur Folge hatte. Damit konnten auch verschiedene Tunnel und Viadukte, die dringend überholungsbedürftig waren, aufgelassen werden. Die Reste der alten Strecke sind zu einem Großteil beim Befahren der neuen Strecke noch sichtbar.

Autoverladung im TauerntunnelBearbeiten

Zwischen Böckstein und Mallnitz durchstößt die Tauernbahn als Tauernschleuse den Gebirgskamm. Bereits seit dem Ersten Weltkrieg besteht hier die Möglichkeit der Autoverladung. Die Preise sind höher als bei der Fahrt über die Tauernautobahn, die Fahrt aber ungleich schöner und nebenbei kürzer. Die Verladung erfolgt nur tagsüber und im Taktverkehr.

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