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WestbahnhofWien

Wien Westbahnhof vor dem Umbau

Der Westbahnhof in Wien bildet als Kopfbahnhof den Anfangspunkt der Westbahn. Der Bahnhof wurde am 15. Dezember 1858 anlässlich der Inbetriebnahme der „k.k. priv. Kaiserin Elisabeth-Bahn“ von Wien Westbahnhof über Linz Hauptbahnhof nach Linz Südbahnhof feierlich eröffnet.

BahnsteigeBearbeiten

Wien Westbahnhof Gleisplan

Der Gleisplan des Wien Westbahnhofs

Da der Westbahnhof ein Kopfbahnhof ist gibt es nur Stumpfgleise. Es gibt 11 Bahnsteige (1-11). Bei den Bahnsteigen 9 und 10 sind Rampen aufgebaut, für Züge mit Autotransport.

BahnhofBearbeiten

Am Bahnhof befindet sich derzeit (wegen des Umbaus):

  • ein Reisezentrum
  • ein ÖBB Reisebüro
  • eine ÖBB Club Lounge
  • ein Infopoint
  • 13 Fahrkartenautomaten
  • eine große Wartehalle
  • eine Filliale der Österr.Verkehrskredit Banl
  • ein Okay Shop, ein Zeitschriften und Bücher Shop,eine Postfilliale,eine Librofilliale,ein Bistro,Restaurants,Cafe,eine Trafik und eine Bäckerei.

BahnhofsdatenBearbeiten

  • Strecken: 100,110,150,151,700,701,900
  • Ticketverkauf: ja
  • Lautsprecheranlage: ja
  • Western Union Moneytransfer: ja
  • Öffentliche WC-Anlage: ja
  • Zugzielanzeige: ja
  • Wagenstandsanzeiger: ja
  • Reisebedarf: ja
  • Restaurant / Cafe: ja
  • Trafik / Zeitungen: ja
  • Fernverkehrshalt: ja
  • Selbstbedienungsstrecke: ja

LageBearbeiten

Der Westbahnhof liegt im 15. Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus an der innerstädtischen Verkehrsachse Gürtel. Die an der Südseite des Gebäudes entlang verlaufende Mariahilfer Straße stellt eine direkte Verbindung ins Stadtzentrum her.

An das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs ist der Westbahnhof umfangreich angeschlossen. Er ist Ausgangs- oder Haltepunkt folgender regionaler Linien:

  • S-Bahn S50 und Regionalbahn nach Tullnerbach-Pressbaum, Rekawinkel und nach St. Pölten Hauptbahnhof,
Viennastraßenbahn

Straßenbahnhaltestelle

  • U-Bahn U3 in Richtung Ottakring und Simmering,
  • U-Bahn U6 in Richtung Floridsdorf und Siebenhirten,
  • Straßenbahn 5 nach Wien Praterstern,
  • Straßenbahn 6 in Richtung Burggasse (Stadthalle) und Zentralfriedhof Tor 3,
  • Straßenbahn 9 nach Gersthof,
  • Straßenbahn 18 in Richtung Burggasse (Stadthalle) und Schlachthausgasse,
  • Straßenbahn 52 nach Baumgarten,
  • Straßenbahn 58 nach Unter Sankt Veit, Hummelgasse,
  • Vienna Airport Lines zum Flughafen Wien-Schwechat,
  • Regionale Autobuslinie 360 nach Baden bei Wien sowie
  • Nachtbuslinien N6 N49 N50 N64 und
  • ASTax N54

BedeutungBearbeiten

Der Westbahnhof ist Ausgangspunkt der privaten WESTbahn Richtung Salzburg, regionalen Verbindungen in das westliche Niederösterreich, die in den Verkehrsverbund Ost-Region eingebunden sind und teilweise zur Wiener S-Bahn gehören.
WienWestbhf

Bahnhofsschild

Mit der Errichtung des Wiener Hauptbahnhofs verlor der Westbahnhof 2015, an Bedeutung, da internationale Fernzüge, durch einen Verbindungstunnel, unter dem Lainzer Tiergarten, direkt zum Hauptbahnhof geführt werden. Alle Züge der ÖBB werden nun direkt zum Wiener Hauptbahnhof geführt, während die private WESTbahn weiterhin am Westbahnhof beginnt/endet. Für diese Zeit wird mit einer Verkleinerung des Westbahnhofs gerechnet und es werden bereits Konzepte für die Verwertung der frei werdenden Flächen gesammelt.

GeschichteBearbeiten

1858-1949Bearbeiten

Der mit der Westbahn – ursprünglich: k.k. privilegierte Kaiserin-Elisabeth-Bahn – im Jahr 1858 eröffnete Westbahnhof wurde vom Bahnarchitekten Moritz Löhr entworfen und umfasste vier in historisierendem Baustil errichtete Bauteile.

Die Bahnhofshalle war ursprünglich 104 m lang und 27,2 m breit. Sie wurde durch ein eisernes Zeltdach mit Trägern gedeckt und bot Platz für vier Gleise. Ausgeprägte Zungenbahnsteige waren zunächst nicht vorhanden. Die Ausfahrt aus der Halle war von zwei Türmen flankiert. Im Osten schloss ein zweistöckiges Verwaltungsgebäude die Gleisanlage gegen den Gürtel hin ab.

Die Seitentrakte nahmen die Einrichtungen für Ab- und Anreise auf. Die nach Süden gelegene Abfahrtsseite bestand aus einem repräsentativen Portal mit Freitreppe und drei großen, von Säulen getragenen Bögen, die von Statuen gekrönt waren; Verbindungstrakte rechts und links davon stellten eine Verbindung zu je zwei zweistöckigen Bürogebäuden her. Durch das Portal erreichte man die Kassenhalle und den Bahnsteig für die Abfahrt. Auf leicht erhöhtem Terrain gelegen, bot die Abfahrtsseite von Südosten her die eindrucksvollste Ansicht des Bahnhofs. An der im Norden gelegenen Ankunftsseite wiederholte sich diese Gliederung; bedingt durch das Gelände entfiel hier aber der Gebäudesockel und das Portal war weniger hoch ausgeführt, dafür boten Arkaden Passagieren, die auf Fiaker oder Fuhrwerke warteten, Schutz vor der Witterung.

Um dem gestiegenen Fahrgastaufkommen Rechnung zu tragen, wurden bei einem von 1910 bis 1912 vorgenommenen Umbau die beiden Türme, die die Ausfahrt flankierten, entfernt, die Dachkonstruktion geändert und Platz für ein fünftes Gleis geschaffen. Zusätzlich wurden im Vorfeld der Hallengleise weitere überdachte Bahnsteige und Abfahrtsgleise angelegt.

Im April 1945 wurde der Bahnhof im Zuge der Kampfhandlungen am Ende des 2. Weltkriegs von Bomben getroffen und brannte aus; das Dach der Halle stürzte ein. Nach Kriegsende wurden die Gebäude zunächst notdürftig für den Bahnbetrieb adaptiert, man entschloss sich jedoch zu einem völligen Neubau, sodass der Bahnhof ab 1949 abgerissen wurde.

An den alten Bahnhof erinnert noch eine Statue der ursprünglichen Namensgeberin der Bahn, Kaiserin Elisabeth, die sich früher an der Fassade des Bahnhofs befand und jetzt in der unteren Halle des Westbahnhofs aufgestellt ist.

Seit 1949Bearbeiten

Der von den Architekten Hartiger & Wöhnhart entworfene Neubau des Westbahnhofs wurde 1952 eröffnet. Da an den Seiten nur schmale Verwaltungstrakte errichtet wurden, war Raum für insgesamt elf Gleise vorhanden, die durch überdachte Zungenbahnsteige erschlossen werden. Zentraler Bereich ist die große, vom Gürtel (Europaplatz) her zu betretende Bahnhofshalle, die in eine untere und eine über zwei Stiegen- und Rolltreppenanlagen zu erreichende obere Ebene geteilt ist. Die Halle wird durch hohe Fenster belichtet, die in die Fassade nach Osten und nach Westen (dort oberhalb der Überdachungen der Bahnsteige) eingebaut sind. Unter der oberen Halle, zugänglich von der unteren Halle, waren bis zum Sommer 2008 die Fahrkartenschalter angeordnet. Nachträglich wurde in der unteren Halle ein Pavillon errichtet, der ein Servicezentrum für Buchungen, Hotelreservierungen und anderes mehr beherbergte. An der Nordseite des Bahnhofs wurde in den 1980er-Jahren ein Parkhaus angeschlossen. Das so genannte Aufnahmsgebäude mit seiner Fachwerkdachkonstruktion steht unter Denkmalschutz.

Im Zuge der Errichtung der U-Bahnlinie U3 entstand um 1993 im südlichen Bereich der Halle eine große Stahl-Glas-Konstruktion, in der in mehreren Ebenen Teile des Bahnhofsrestaurants und ein Café untergebracht waren. Von der unteren Ebene der Halle war das unterirdische Verbindungsgeschoss zu den U-Bahn-Stationen erreichbar.

In beiden Ebenen der Bahnhofshalle waren bis zum Sommer 2008 verschiedene Geschäfte, wie Supermarkt, Bäckerei, Tabak- und Zeitschriftenläden, Internetcafé, Postamt, Kopierladen, Imbissstuben, Blumenladen, Friseur etc. untergebracht; die Polizeiinspektion wurde schon 2006 wegen Unbenützbarkeit gesperrt. An der zum Gürtel (Europaplatz) hin gelegenen Außenseite bot ein Vordach Schutz vor schlechtem Wetter beim Aus- und Einsteigen in Autos und Taxis.

Wienwest

Provisorischer Bahnhof Wien West

Derzeit ist ein groß angelegter Umbau des Westbahnhofs im Gang. Ein Wettbewerb kürte 2002 die Gewinner. Erste Vorarbeiten zur Neugestaltung haben 2007 begonnen. Die Bahnhofshalle wurde Mitte September 2008 für drei Jahre gesperrt und südlich der Halle ein provisorisches Abfertigungsgebäude errichtet. Dorthin wurden auch die Läden des Bahnhofs großteils übersiedelt. Die Umbauarbeiten kosten etwa 130 Millionen Euro und sollen 2011 beendet sein.

U-Bahn StationBearbeiten

Viennau3

U-Bahn Station Westbahnhof der Linie U3

Unter dem Westbahnhof und unter dem davor situierten Europaplatz und dem Neubaugürtel befindet sich die gleichnamige U-Bahn-Station Westbahnhof, ein dreigeschoßiger, unterirdischer Kreuzungsbahnhof der U-Bahnlinien U3 und U6. Die Linie U3 führt südöstlich ins Stadtzentrum und weiter bis Simmering und nordwestlich bis Ottakring (16. Bezirk). Die
WienU-Bahn

Eingang zur U-Bahn Station

Linie U6 bildet – zum Teil entlang des Gürtels – eine halbkreisförmige Verbindung bedient die nördlichen, westlichen und südwestlichen Gebiete von Floridsdorf (21. Bezirk) bis Siebenhirten (23. Bezirk: Liesing).

Die U-Bahn-Station Westbahnhof zählt zu den meistfrequentierten Knoten im ÖPNV in Wien. Es besteht die Möglichkeit, zu den Straßenbahnlinien 5, 6, 9, 18, 52 und 58 sowie zur S-Bahn-Linie 50 in Richtung Tullnerbach-Pressbaum umzusteigen.

Wien 594

Straßenbahn der Type E2 auf der Linie 18, links sieht man den Westbahnhof während dem Umbau

Die Anlagen der U3 liegen als Seitenbahnsteige in zwei getrennten, parallel angeordneten und per Mittelbahnsteig verbundenen Tunnelröhren und erstrecken sich drei Stockwerke tief schräg zwischen dem Neubaugürtel und der Langauergasse. Von hier gelangt man per Aufzug direkt in die Gasgasse. Die Bahnsteige der U6, die über einen Mittelbahnsteig verfügen, liegen direkt unter dem Mittelstreifen des Neubaugürtels. Ausgänge führen in ein Aufnahmegebäude, das sich auf dem Mittelstreifen des Neubaugürtels befindet.

Beide Stationen sind über ein Verteilergeschoss miteinander verbunden. Von dort führten Rolltreppen und Aufzüge bis September 2008 direkt in die Kassenhalle des Westbahnhofs sowie in die Innere und Äußere Mariahilfer Straße. Dieses Verteilergeschoss wird zwar mit der Betriebssperre der U-Bahn für den Publikumsbetrieb gesperrt, kann aber während der Betriebszeiten auch ohne Fahrausweis betreten werden.

Im Zwischengeschoß befindet sich neben einer Filiale einer Wiener Großbäckerei und einem Lebensmittelgeschäft mit Sonderöffnungszeiten eine Informationsstelle der Wiener Linien sowie die von Adolf Frohner gestaltete Kunstwand „55 Schritte durch Europa“, die die Entwicklung Europas künstlerisch verdeutlichen soll.[3] Wegen wiederholter Vandalismusschäden wurde vor dem Kunstwerk Mitte der 2000er Jahre eine Glaswand hochgezogen.

Der rege Publikumsbetrieb hat vor allem im Zwischengeschoss eine Drogen- und Bettlerszene angezogen. Weiters befindet sich die Station im Einzugsbereich des Straßenstrichs auf der äußeren Mariahilfer Straße.

Geschichte der Stadtbahn- und U-Bahn StationBearbeiten

Die erste Station der von Otto Wagner entworfenen Stadtbahn wurde im Jahr 1898 eröffnet. Die Tiefbahnstation mit dem typischen Aufnahmsgebäude befand sich auf dem heutigen Europaplatz. Dieses Gebäude wurde mit dem Neubau des Westbahnhofs 1949 abgetragen und mit einer Betondecke nach oben hin verschlossen. Der Zugang zu den Stadtbahnlinien „GD“ (Gürtel–Donaukanal) und „G“ (Gürtel) erfolgte nun über die Kassenhalle des neuen Westbahnhofs durch einen unterirdischen Gang. So bestand die Station bis 1989. Dann wurde sie von der neuen Station der Linie U6 abgelöst. Am 4. September 1993 erfolgte die Betriebsaufnahme auf der Linie U3.

Das alte Stationsbauwerk wurde mit der Eröffnung des derzeitigen Aufnahmsgebäudes unter der Mittellinie des Neubaugürtels im Jahr 1991 aufgelassen. Der ursprüngliche Tunnel der Gürtellinie existiert noch heute und wurde nicht zugeschüttet, da immer wieder geplant war, diesen als Straßentunnel nachzunutzen

Vorlage:Quelle Wikipedia

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